Die Vor- und Nachteile von Kunststofffenstern

Kunststoff ist im Fensterbau schon seit geraumer Zeit ein weitverbreiteter und beliebter Werkstoff, der sowohl bei Renovierungen als auch beim Neubau zum Einsatz kommt. Warum das so ist und welche Vor- und Nachteile Kunststofffenster haben, erklären wir von der Müller Fensterbau GmbH in Stuttgart Ihnen in diesem Ratgeber.

Kunststofffenster sind auf dem Vormarsch

Bereits seit den 1960er-Jahren sind Kunststofffenster stark auf dem Vormarsch. Kunststoff bezieht sich hierbei natürlich nicht auf die Scheibe selbst, sondern das Profil des Rahmens, in das die Scheibe eingefasst wird. Der Marktanteil der Rahmen aus PVC steigt stetig und hat im Jahr 2018 bereits einen Anteil von mehr als 50 Prozent erreicht.

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Diese Vorteile haben Kunststofffenster

Der Marktanteil von Kunststofffenstern ist nicht zuletzt durch die vielen Vorteile gestiegen, die diese Bauweise bietet. Dazu gehören:

  • Geringe Anschaffungskosten
  • Gute Wärmedämmung
  • Große Farbauswahl
  • Geringer Pflege- und Wartungsaufwand

Kunststofffenster sind trotz der guten Eigenschaften sehr günstig in der Anschaffung. Selbst bei einem geringen Budget können Sie sich daher aus der großen Vielfalt an Farben und Optiken für passende Kunststofffenster entscheiden.

Die Rahmen von Kunststofffenster werden immer komplexer aufgebaut. Mehrkammerprofile sind zwischenzeitlich Stand der Technik und überzeugen durch sehr gute U-Werte, sodass der Wärmeverlust sehr gering ausfällt und Sie von niedrigen Heizkosten profitieren können.

Der Wartungsaufwand und die Pflege der Kunststofffenster sind gering. Im Unterschied zu Holzfenstern müssen Sie beispielsweise nicht regelmäßig einen Anstrich vornehmen. Zudem sind die Fenster unempfindlich gegen Einflüsse der Witterung durch Wasser, Sonne oder Staub.

Nachteile von Kunststofffenstern, die Sie berücksichtigen müssen

Kunststofffenster haben gegenüber den Varianten aus Holz oder Aluminium auch einige Nachteile. Zum einen lassen sich Beschädigungen am Rahmen, wie Kratzer oder Brandflecken, quasi nicht mehr entfernen oder ausbessern. Spätestens wenn grobe Schäden am Rahmen vorliegen, müssen Sie daher das Fenster erneuern.

Weiterhin neigen Kunststofffenster mit der Zeit zu Verformungen. Dies kann das Öffnen oder Schließen der Fenster erschweren. Zudem kann es mit den Jahren zu einem Ausbleichen der Kunststofffenster kommen. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie immer auf hochwertige Qualitätsfenster setzen, denn bei diesen Modellen tritt dieses Problem in der Regel nicht auf.

Kunststofffenster sind der Kassenschlager unter den FensternKunststofffenster sind seit Jahren der Kassenschlager, da sie mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Selbst bei einem geringen Budget erhalten Sie Fenster mit einer guten Wärmedämmung und einer vielseitigen Optik. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Interesse an Kunststofffenstern haben. Wir beraten Sie nicht nur fachgerecht, sondern begleiten Sie auch bei der Realisierung Ihres Neubaus oder der Renovierung.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Kunststofffenstern

Wie wirken sich extreme Temperaturen auf Kunststofffenster aus?

Kunststofffenster zeigen bei Temperaturschwankungen ein unterschiedliches Verhalten im Vergleich zu anderen Materialien. Bei starker Hitze können sich die Profile geringfügig ausdehnen, während sie sich bei Kälte minimal zusammenziehen. Hochwertige Kunststofffenster mit mehrkammerigen Profilen und entsprechender UV-Stabilisierung bleiben jedoch formstabil und verfärben sich auch nach jahrelanger Sonneneinstrahlung nicht. Die thermische Ausdehnung wird durch die Verstärkung mit Stahlkernen im Inneren der Profile ausgeglichen, sodass die Funktionalität auch bei Temperaturen zwischen -20 °C und +60 °C gewährleistet bleibt.

Gibt es gesundheitliche Bedenken bei der Verwendung von Kunststofffenstern?

Moderne Kunststofffenster erfüllen strenge europäische Normen und Sicherheitsstandards. Die verwendeten PVC-Profile enthalten keine gesundheitsschädlichen Weichmacher mehr, wie sie früher teilweise zum Einsatz kamen. Zertifizierte Hersteller setzen ausschließlich auf bleifreie Stabilisatoren auf Calcium-Zink-Basis. Die Profile sind geruchsneutral und geben keine Schadstoffe an die Raumluft ab. Kunststofffenster mit RAL-Gütezeichen durchlaufen umfassende Prüfungen bezüglich ihrer Unbedenklichkeit und eignen sich daher auch für Allergiker und Haushalte mit Kindern.

Warum sind Kunststofffenster energieeffizienter als andere Fenstertypen?

Die Energieeffizienz von Kunststofffenstern resultiert aus ihrer mehrkammerigen Profilkonstruktion. Diese Luftkammern wirken als zusätzliche Dämmschicht und reduzieren den Wärmedurchgang erheblich. In Kombination mit moderner Mehrfachverglasung erreichen Kunststofffenster hervorragende U-Werte bis zu 0,7 W/(m²K). Das Material selbst leitet Wärme deutlich schlechter als Aluminium und erreicht zusammen mit Wärmeschutzglas Dämmwerte, die sich positiv auf die Heizkosten auswirken. Die präzise Fertigungstechnik ermöglicht zudem eine nahezu luftdichte Abdichtung, die Zugluft verhindert und Energieverluste minimiert.

Sind Kunststofffenster umweltfreundlich?

Die Umweltbilanz von Kunststofffenstern hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. PVC ist vollständig recycelbar und viele Hersteller verwenden bereits Recyclat aus alten Fenstern für die Produktion neuer Profile. Die lange Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren trägt zur positiven Ökobilanz bei. Während der Nutzungsphase sparen Kunststofffenster durch ihre hervorragende Wärmedämmung erheblich Heizenergie ein, was den CO₂-Fußabdruck des Gebäudes reduziert. Bei der Entsorgung können die Profile sortenrein getrennt und dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Einige Hersteller bieten mittlerweile auch Rücknahmesysteme an.

Wie lange halten Kunststofffenster im Durchschnitt?

Bei sachgemäßer Pflege und Wartung erreichen Kunststofffenster eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren. Entscheidend für die Langlebigkeit sind die Qualität der verwendeten Profile, der Beschläge und der Verglasung sowie die fachgerechte Montage. Die Profile selbst sind nahezu wartungsfrei und behalten ihre Form und Farbe über Jahrzehnte. Lediglich die Dichtungen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf nach etwa 15 bis 20 Jahren ausgetauscht werden. Auch die Beschläge benötigen gelegentlich eine Nachjustierung oder Schmierung. Im Vergleich zu Holzfenstern, die regelmäßige Anstriche erfordern, ist der Pflegeaufwand bei Kunststofffenstern minimal.

Wie schneiden Kunststofffenster bei der Schalldämmung ab?

Kunststofffenster bieten ausgezeichnete Schallschutzeigenschaften, die sich durch spezielle Verglasungen noch weiter optimieren lassen. Standardfenster erreichen bereits Schalldämmwerte zwischen 32 und 40 Dezibel. Für lärmbelastete Bereiche an Hauptverkehrsstraßen oder in Flughafennähe sind Schallschutzfenster mit asymmetrischem Glasaufbau und Schallschutzglas erhältlich, die Werte bis zu 50 Dezibel erreichen. Die mehrfachen Dichtungsebenen und die mehrkammerigen Profile tragen zusätzlich zur Lärmreduktion bei. Wichtig ist die durchgängige Abdichtung des gesamten Fensterelements, da bereits kleine Undichtigkeiten die Schallschutzwirkung erheblich beeinträchtigen können.

Was macht ein gutes Kunststofffenster aus?

Ein qualitativ hochwertiges Kunststofffenster erkennen Sie an mehreren Merkmalen. Die Profile sollten mindestens fünf bis sechs Kammern aufweisen und mit Stahlverstärkungen ausgestattet sein. Achten Sie auf eine Bautiefe von mindestens 70 Millimetern für optimale Dämmwerte. Hochwertige Beschläge mit Pilzkopfverriegelung garantieren Einbruchsicherheit und Langlebigkeit. Die Verglasung sollte eine Dreifachverglasung mit Wärmeschutzbeschichtung und Edelgasfüllung sein. Zertifizierungen wie das RAL-Gütezeichen oder die CE-Kennzeichnung belegen die Einhaltung von Qualitätsstandards. Zudem ist eine fachgerechte Montage durch qualifizierte Handwerker entscheidend für die Funktionalität und Lebensdauer des Fensters.